Mitgliedertreffen

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Ein toller Anlass mit toller Stimmung

Freitag kurz vor Mittag fahren die ersten Wohnmobile in Altstätten auf den Stellplatz bei der Allmend und platzieren sich zu den andern 25 Wohnmobilen, die schon seit Donnerstag sehnsüchtig auf die anderen Mitglieder warten.

Markus und Andreas von der Anti Schleuderschule Regensdorf installieren ihre mobile Waage beim Eingang, Jörg hat für den Ansturm die Warteschlaufe vorbereitet, die zwei Damen Anita und Ruth haben ihr Covid-Testapp bereit und Michael hat sich bei der Bezahlstation eingerichtet. Alle geniessen den strahlend blauen Himmel und warten gespannt auf die Wohnmobilisten. Fahren alle gemeinsam an? Gibt es Stau? Braucht die Wäägung wirklich maximal nur zwei Minuten?

Dann ab halb zwei fahren die Wohnmobile regelmässig fast im Minutentakt an. Eine kurze Begrüssung bei Jörg mit den ersten Infos, danach eine ganz kurze Wartezeit, bevor auf die Waage gefahren wird. Markus weisst ein, Andreas macht das Technische und der Wohnmobilfahrer schwitzt, ob er die Waage trifft und schwitzt noch mehr, weil er jetzt knallhart erfährt, wie schwer sein Womo nun wirklich ist. Nach der Messung der beiden Achsen (oder drei) erklärt Lejla die Ergebnisse. Bei der Schätzung des eigenen Fahrzeuggewichts liegen viele weit darunter und erschrecken dann bei den tatsächlichen Zahlen. Bei den 3.5tönnern sind schlussendlich 50% zu schwer, bei den Aufgelasteten und schwereren Fahrzeugen kein einziges.

Auf der Waage

Nach der Wägung muss das Handy gezückt werden und das Covid-Zertifikat wird inklusive ID von zwei aufgestellten Damen kontrolliert. Ruth und Anita haben bei allen einen lockeren Spruch auf der Zunge und vor allem die männlichen Wohnmobilisten lassen von ihnen gerne die grünen Armbänder montieren. Nicht selten schallt lautes Lachen von dieser Station übers Festgelände. Weniger gelacht wird dann beim Bezahlen des Stellplatzes bei der nächsten Station und nach dem Erhalt von allerletzten Infos durch Gerry und Roger ist man fast durch. Der schnelle This mit E-Trotti begleitet die Fahrzeuge auf den Stellplatz in die richtige Reihe, wo Axel die Womos exakt einweist.

Das theoretische Parkplatzkonzept funktioniert tadellos, die Womos sind schnell gestellt, keines muss rückwärtsfahren oder gar rangieren, alle stehen richtig, alle haben Platz für die Markise. Schnell sind jeweils die Stühle und Tische draussen und im Gespräch mit den momentan noch unbekannten Nachbarn, nachher sitzt man in der Sonne zusammen und schaut den weiter ankommenden Wohnmobilen zu. Es klappt alles perfekt und es wird gestaunt, wie schnell alles geht.

Zertifikatskontrolle

Haben auf diesem Stellplatz wirklich 120 Wohnmobile Platz? Punkt 19 Uhr sind exakt 117 Wohnmobile parkiert, der Platz voll, die Batterie vom E-Trotti leer, Anita mit Sonnenstich im Bett, 109 Womos gewogen, die Womos vom Vorstand neben dem Festzelt platziert. Im Beitrag vom Radio SRF hört man das Interview von Rolf, auf rheintal24.ch läuft das Video und das Gespräch mit Urs und am Handy wird der Artikel beim Rheintaler gelesen. Beim Presserundgang war auch der Altstätter Stadtammann dabei und die Teilnehmerin Anna-Töna Thöny aus St.Antönien wurde auch noch interviewt.


Drinnen im Festzelt erklärt Simon den Ablauf des Nachtessens, Rolf begrüsst kurz die Teilnehmer und dann werden die Winzernudeln verspeist. Der Abend dauert danach mit vielen guten Gesprächen noch lange, im Dunkeln kommen noch die letzten Teilnehmer an, die auf den vorbereiteten Reserveplatz geleitet werden.

Der Ankunftstag verlief absolut reibungslos, die Stimmung unter den Teilnehmern ist super.

Auch der Samstag weckt die schlafenden Wohnmobilisten mit Sonne und blauem Himmel. Der Bäcker mit frischen Gipfeli, der durch Womoreihen schreitet, muss man sich vorstellen, das hat der Vorstand voll vergeigt. Aber hungern muss keiner, die Landi ist nur wenige hundert Meter entfernt.

Während noch die letzten Partner eintreffen, um das Ausstellerdörfli zu komplettieren, Andrea und Simona den Kleidungsstand eröffnen und fleissig Wohnmobilland Schweiz T-Shirts, Jacken und Caps verkaufen, verliert die Drohne von Josef während dem Flug die Batterie, worauf sie der Batterie folgt und das zeitliche segnet. Immerhin behält diejenige von André ihre Flugkraft und schiesst weiterhin tolle Fotos.

Von all dem bekommen Rolf und Claudia nichts mit, die machen durch die Womos einen Rundgang, reden und fachsimpeln mit den Mitgliedern und haben die 9 Reihen nach 2 ½ Stunden immer noch nicht vollständig abgeschritten. Axel behebt inzwischen ein Gasflaschenproblem und repariert einen Womokühlschrank, zwei Teilnehmer tauschen ebenfalls Gasflaschen, damit der eine nachts nicht friert und der Zweite wegen Übergewicht (das Womo, nicht der Teilnehmer) unnötig zwei volle Flaschen hat. Danke für die unkomplizierte Hilfe!

Viele Teilnehmer informieren sich im kleinen Ausstellerdörfli und holen sich ganz konkrete Hilfe über Bepolsterung, Elektrik oder informieren sich über ausgestellte Fahrzeuge. Drinnen im Festzelt kämpft man kurzfristig mit der Technik vom alten Computer von Anita, die noch immer KO im Womo liegt, der Vortrag über Hundeerziehung von Monika begeistert die Leute, auch wenn 20 Minuten viel zu kurz sind. Für die gestellten Fragen über Versicherung von Womos hat Päddi immer eine Antwort bereit und bei den Ausführungen von Beny zu den Kosten eines Stellplatzes ist es mucksmäuschen still.

Diejenigen die Hunger haben, riechen die feinen gebratenen St.Galler Bratwürste draussen auch nur in Gedanken, aber nächstes Mal wird der Grillstand nicht vergessen. Immerhin die Bar mit den Getränken ist den ganzen Tag offen und wird auch rege benutzt. Dafür wird das Abendessen sicherheitshalber um eine halbe Stunde vorverlegt, da nachts ein Föhnsturm angesagt wird. Diese halbe Stunde verliert Rolf aber wieder, als er den Vorstand sehr witzig und unter einigem Gelächter vorstellt und dann später noch eine Standing Ovation erhält, aber die Begrüssung von 8 französisch sprechenden Mitgliedern vergisst, die Rémy noch nachholt.

Das abendliche Catering ist dann aber organisatorisch leicht verbesserungswürdig, aber ganz alles kann ja bei der ersten Ausführung auch nicht perfekt klappen. Während des Abends lässt sich Urs zu einer gewagten Aussage vor dem Mikrofon hinreisen: «So wahr ich hier stehe, das nächste Mitgliedertreffen nächstes Jahr findet im Raum Aarau statt und 2023 in Lausanne». 

Als dann der Föhnsturm um 23 Uhr beginnt, muss das Festzelt aus Sicherheitsgründen geräumt und für die Absackergetränke ins warme Freie disloziert werden. Um 1:30 Uhr ist es noch zwanzig Grad, windig und endlich kehrt dann doch noch Ruhe ein.

Die windige Nacht bringt einem im Womo zum Schwitzen, Gas zum Heizen braucht niemand mehr, das Womo wackelt bei Böen, aber es bleibt staubtrocken. Die Stimmung am Sonntagmorgen ist noch immer super, aber da bei diesem Wind keine Markise ausgefahren werden kann, die Stühle weit weggewindet werden, machen sich die meisten Mitglieder des Treffens glücklich und zufrieden auf den Heimweg.

Eines ist sicher: alle Teilnehmer werden nächstes Jahr wieder dabei sein und ziemlich sicher auch einige mehr…

Danke an alle Helfer, an den Vorstand, die Teilnehmer und die Allmend AG. Und natürlich allen anderen, die in diesem Bericht vergessen wurden.

Die kleine, neugierige Fliege. 


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