. de | fr | it

170 Wohnmobile

21 x gelesen

700 Franken Kuchen und ganz viel gute Laune

Was passiert, wenn 170 Wohnmobile, bestes Spätsommerwetter, eine imposante Bergkulisse und viele gut gelaunte Menschen aufeinandertreffen? Ganz einfach: Mitgliedertreffen von Wohnmobilland Schweiz! Auf dem Gelände des JungfrauParks in Interlaken wurde drei Tage lang gefachsimpelt, gegessen, gestaunt, gelacht – und erstaunlich viel Kuchen verdrückt.

Schon am Freitagmittag zeigte sich, dass unsere Mitglieder offenbar nicht zu jenen Menschen gehören, die gerne zu spät kommen. Innerhalb der ersten zwei Stunden rollten bereits rund 90 Fahrzeuge auf das Gelände. Dank guter Vorbereitung und einem eingespielten Helferteam funktionierte die Einweisung hervorragend. Kein Verkehrschaos, keine verzweifelten Handzeichen – zumindest keine, von denen wir hier berichten müssten.

Am Ende standen rund 170 Fahrzeuge auf dem Platz. Und die Vielfalt hätte kaum grösser sein können: vom kompakten Bus mit Klappdach bis zum ausgewachsenen Reisebus war praktisch alles vertreten, was Räder, Betten und Fernweh hat.


Shoppen, staunen und fachsimpeln

Bereits am Freitagnachmittag herrschte reger Betrieb. Im Shop wurde kräftig eingekauft, bei den Ausstellern wurden Neuheiten begutachtet und natürlich wurde gefachsimpelt. Schliesslich gibt es unter Wohnmobilisten kaum ein Thema, über das man nicht mindestens eine halbe Stunde diskutieren kann.

Beim gemeinsamen Nachtessen zeigte sich dann ein kleines Luxusproblem: Es waren schlicht zu viele da(oder besser, zuwenige Tische). Kurzerhand mussten zusätzliche Tische organisiert werden. Auch das klappte – Wohnmobilisten sind schliesslich gewohnt, auf beschränktem Raum erstaunlich viel unterzubringen.

Pünktlich um 20 Uhr begrüsste Präsident René E. Häsler die Gäste mit einer humorvollen Ansprache. Danach wurde es gemütlich. In der heimeligen Festwirtschaft sass man noch lange zusammen, lernte neue Leute kennen und tauschte Reisegeschichten aus. Und wie das bei solchen Gesprächen so ist: Aus «Wir waren einmal in Norwegen» wird erstaunlich schnell ein abendfüllendes Programm.


Menschentraube um den Omnia

Auch der Samstag begrüsste die Teilnehmenden mit schönstem Wetter und einer eindrücklichen Bergkulisse. Am Vormittag bildete sich plötzlich eine regelrechte Menschentraube. Der Grund war weder ein Unfall noch Freibier – sondern ein Omnia-Kochkurs.

Steffi zeigte, was mit dem kleinen roten Backofen alles möglich ist, und überraschte selbst erfahrene Omnia-Besitzerinnen und -Besitzer mit zahlreichen Tipps und Tricks. Manch einer dürfte danach mit dem leisen Verdacht zum eigenen Wohnmobil zurückgekehrt sein, seinen Omnia bisher völlig unterschätzt zu haben.

Wer stattdessen Interlaken erkunden wollte, konnte bequem das Touristenzüglein nehmen. Dieses hielt für unser Treffen extra direkt auf dem Gelände. Das Angebot kam offensichtlich an: Die Plätze waren schnell besetzt und das Züglein machte sich voll beladen auf den Weg Richtung Interlaken.


Afrika, Wohnmobilland und ein Stellplatz in St. Gallen

Auch wer auf dem Gelände blieb, musste sich nicht langweilen. Am Nachmittag nahm **Beat** die Zuhörerinnen und Zuhörer bei seinem Vortrag mit auf eine Reise durch Afrika.

Anschliessend erzählte Rolf einiges über Wohnmobilland Schweiz, das selbst langjährige Mitglieder vielleicht noch nicht wussten. Dazu gab es Einblicke in den eigenen Stellplatz in St. Gallen und in die Arbeit, die hinter verschiedenen Projekten steckt.

Auch im Ausstellerdörfchen wurde den ganzen Tag gefragt, erklärt, gezeigt und diskutiert. Welche Matratze sorgt tatsächlich für Tiefschlaf? Wie löst man die Elektrik im Wohnmobil am besten? Welche neuen Fahrzeuge gibt es? Welche Toilettenlösung ist die richtige? Bringt eine Keramikveredelung wirklich etwas? Und wie bekommt man vor dem Wohnmobil Schatten, ohne bei jedem Windstoss nervös nach draussen schauen zu müssen?

Fragen gab es jedenfalls genügend – und zum Glück auch Fachleute, die Antworten darauf hatten.


Countrymusik und volle Teller

Beim Nachtessen sorgte dann die Country-Formation **Nick Roch** für die passende musikalische Unterhaltung. Schnell sprang der Funke aufs Publikum über und aus einem gemütlichen Abend wurde ein stimmungsvoller Abschluss eines ereignisreichen Samstags.

Überhaupt wurde an diesem Wochenende nicht nur viel geredet, sondern auch ordentlich gegessen. Zahlreiche Menüs gingen über den Tresen – und beim Kuchen wurde eine bemerkenswerte Leistung erzielt:

Für über 700 Franken wurden Kuchenstücke verkauft.

Ob dies nun für die Qualität des Kuchens oder den Kalorienbedarf von Wohnmobilisten spricht, lassen wir an dieser Stelle offen. Sicher ist nur: Viel übrig blieb nicht.


Das Wichtigste waren die Menschen

Bei all den Programmpunkten, Ausstellern, Vorträgen und Aktivitäten zeigte sich einmal mehr: Das Wichtigste an einem Mitgliedertreffen steht in keinem Programmheft.

Es sind die Begegnungen.

Es wurde diskutiert, gelacht, Wissen ausgetauscht, von vergangenen Reisen erzählt und über zukünftige Reiseziele gesprochen. Alte Bekanntschaften wurden gepflegt und neue Freundschaften geschlossen. Überall auf dem Gelände sah man zufriedene Gesichter – bei den Gästen ebenso wie bei den vielen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer guten Stimmung und ihrem grossen Einsatz wesentlich zum Gelingen des Treffens beitrugen.

Und weil nach dem Treffen bekanntlich vor dem Treffen ist, steht der nächste Termin bereits fest:

Vom 17. bis 19. September 2027 treffen wir uns in Gampel VS.

Wir freuen uns jetzt schon darauf. Und nach den Erfahrungen von Interlaken werden wir sicherheitshalber genügend Tische bereitstellen.

Und Kuchen. Vor allem genügend Kuchen.

15.9.2026

Zusatz Informationen:

  • Quelle:  Wohnmobilland Schweiz