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Furka-Autoverlad

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Einschränkungen für Wohnmobile

Wer mit einem grösseren und schwereren Reisemobil den Autoverlad durch den Furkatunnel benutzt, muss in einem Jahr genauer auf die Abmessungen seines Fahrzeugs achten. Fahrzeuge mit einer entsprechenden Kantenhöhe von mehr als 3,05 Metern können nicht mehr wie bisher transportiert werden. Ebenso ist für Reisemobile über 3.5t Schluss.

Definitiv beschlossen ist die Änderung allerdings noch nicht. Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGBahn) hat beim Bundesamt für Verkehr (BAV) einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die Bahn betont auf unsere Anfrage, dass es sich weder um einen bereits beschlossenen noch um einen von ihr einseitig verfügten Ausschluss handelt.

Der Antrag richtet sich zudem nicht speziell gegen Wohnmobile. Vielmehr soll der Transport generell auf Fahrzeuge begrenzt werden, die aufgrund ihrer Höhe von maximal 3,05 Metern auf den gedeckten Verladewagen transportiert werden können.

Als Hauptgrund nennt die MGBahn Sicherheitsbedenken beim Transport von Grossraumfahrzeugen auf den ungedeckten Auffahrwagen. Dabei gehe es nicht um einen einzelnen Faktor, sondern um eine Gesamtbeurteilung. Genannt werden unter anderem das Lichtraumprofil und fehlende Sicherheitsreserven, die Nähe zur Fahrstromleitung, begrenzte Möglichkeiten zur Kontrolle der fahrzeuginternen Sicherung sowie zusätzliche Anforderungen beim Verladen und Rangieren.

Ein in diesem Jahr erstellter externer Fachbericht kommt laut MGBahn zum Schluss, dass die empfohlenen Sicherheitsabstände bei Grossraumfahrzeugen nicht durchgehend gewährleistet werden können.

Eine Rolle spielen aber auch betriebliche und kapazitätsbezogene Überlegungen. 2025 wurden beim Autoverlad Furka insgesamt rund 285’500 Fahrzeuge transportiert, davon lediglich rund 940 Grossraumfahrzeuge. Das entspricht einem Anteil von etwa 0,3 Prozent. Die von der geplanten Begrenzung betroffenen Wohnmobile machen davon wiederum nur einen kleinen Teil aus: Laut MGBahn liegt ihre Zahl im höheren zweistelligen Bereich. Es wurden also weniger wie 100 grössere Wohnmobile innerhalb eines Jahres transportiert.

Für die grosse Mehrheit der Wohnmobilreisenden ändert sich also nichts. Reisemobile mit einer Kantenhöhe bis 3,05 Meter und bis 3.5t können den Furka-Autoverlad weiterhin benutzen. Entscheidend ist dabei die eigentliche Kantenhöhe des Fahrzeugs. Aufbauten wie Fenster, Dachhauben oder ähnliche Elemente dürfen bis zu einer Gesamthöhe von 3,30 Metern reichen und stellen damit kein grundsätzliches Problem dar.

Wagenprofil Autoverlad Furka



Vor der Fahrt Höhe kontrollieren

Besitzer höherer Reisemobile sollten deshalb nicht nur die maximale Fahrzeughöhe kennen, sondern insbesondere prüfen, auf welcher Höhe sich die äusseren Fahrzeugkanten befinden. Gerade bei teilintegrierten und integrierten Wohnmobilen können Dachaufbauten dafür sorgen, dass die Gesamthöhe über 3,05 Meter liegt, obwohl die für den Verlad relevante Kantenhöhe darunter bleibt.

Wer unsicher ist, sollte die Abmessungen seines Wohnmobils vor der Reise kontrollieren.


Unser Tipp für die Auffahrt auf den Verladewagen

Für Reisemobilisten mit eher breiteren Fahrzeugen haben wir noch einen einfachen Praxistipp:

Die Aussenspiegel nicht vollständig einklappen. Klappt sie nur so weit ein, dass sie noch etwa fünf Zentimeter weiter vorstehen als der hintere, breitere Teil des Wohnmobils.

Kommt man beim Auffahren auf den Verladewagen seitlich zu nahe, berührt beziehungsweise klappt zuerst der Spiegel weiter ein. Man merkt dadurch sofort, dass es eng wird, bevor der breitere Aufbau des Wohnmobils anstösst.

Der Spiegel wird damit zum einfachen Abstandswarnsystem – und kann helfen, teure Schäden am Aufbau zu vermeiden.


31.8.2026

Zusatz Informationen:

  • Quelle:  Wohnmbilland Schweiz / R.Järmann